Elisabeth Kirche

Prot. Elisabethkirche Limbach Hauptstr. 30, 66459 Kirkel-Limbach

 

 

Historie der limbacher Elisabethkirche

Ein kulturhistorisches Kleinod unter den Dorfkirchen im Westrich ist die Elisabeth-Kirche in Limbach, deren 750jähriges Jubiläum im Jahre 1999 gefeiert wurde. Als kleine Kapelle um 1250 auf dem rechten Bliesufer erbaut, war sie jahrhundertelang Filialkirche der uralten Mutterkirche St. Martin (9. Jh.), die auf der linken Bliesseite, der alten Dorfstatt "Lympach" (heute Altstadt), im Bereich des heutigen Friedhofs stand.

Die Elisabeth-Kirche ist aus einer Stiftung der Gräfin Loretta von Saarbrücken und ihres Vettern und Lehensmann Johann I. von Kirkel hervorgegangen.

Die Kirchenstifterin Loretta von Saarbrücken war in erster Ehe mit Gottfried von Apremont verheiratet. Unter König Ludwig IX. von Frankreich nahm Gottfried 1248 an einem Kreuzzug nach Ägypten teil und kam dabei 1249 ums Leben.

Gräfin Loretta verheiratete sich 1252 zu zweiten Mal mit Dietrich von Cleve. Zwischen den Tod Gottfrieds von Apremont und der zweiten Vermählung Lorettas dürfte die Stiftung - zum Seelenheit ihres verstorbenen ersten Gemahls - der Limbacher Kapelle fallen.

In Anbetracht der damals bekannten, schon 1235 heilig gesprochenen Landgräfin Elisabeth von Thüringen (lebte auf der Wartburg), die ihren Mann Ludwig IV., Landgraf zu Thüringen, unter ähnlichen Umständen bei einem Kreuzzug 1227 in Heilige Land verlor, widmete Loretta die von ihr errichtete Kapelle der hl. Elisabeth. Noch heute heißt das Gotteshaus der Limbacher Protestanten nach der Namenspatronin "Elisabethkirche".

1727 wurde das Kirchenschiff erhöht und nach Westen hin im Barockstil erweitert, die Eingangstür von der West -- auf die Südseite verlegt.

Von diesem großen Erweiterungsbau 1727 (Inneneinrichtung) ist bis heute noch eine einzige Originalbank übriggeblieben, deren Seitenteil mit einer geschnitzten Randrille versehen ist.

Erst 1826 konnte die Prot. Kirchengemeinde (uniert seit 1817, Zusammenschluss von Lutheranern und Reformierten in Altstadt,
Kirkel-Neuhäusel und Limbach) die angehäuften Kriegsschäden an und in der Kirche beseitigen. Trotz der im Lande herrschenden Not bekam die Limbacher Kirche eine neue Kanzel, eine Empore (klassizistischer Stil), einen hölzernen Altar, einen Pfarrstuhl und neue Bänke nach dem Muster der einzig erhaltenen Bank von 1727.

1846 erhielt die Kirche ihre erste Orgel, die jetzige ist von 1968. 1922 erfolgte eine weitere Renovierung. Erst 1964 wurde eine Warmluftheizung mit Koksfeuerung eingebaut. 1980, zum 400. Jubiläum des Kirchturms, erfolgte eine größere Renovierung in und an der Kirche. Die letzte Renovierung fand im Jahr 2005 statt.

 

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